JAS/R im März 2019

"Völlig neugierig auf meine erste JAS machte ich mich mit meiner Labrador-Hündin Borby’s born to be wild Joy’s Fiene auf den Weg nach Lagesbüttel. Ich führe seit den Neunziger Jahren Hunde auf jagdlichen Prüfungen und war jetzt sehr gespannt auf diese neue Prüfung.

Wetter.com hatte frühlingshafte Temperaturen prophezeit; leider war aber der Himmel fast immer bedeckt und die Temperaturen hätten sich gerne im höheren Bereich bewegen können. Aber für die sechs Retriever - drei Labis, ein Toller und zwei Flats - war das Wetter optimal.

Um 8 Uhr trafen sich die Mensch-Hund-Teams, drei Richterinnen/Richter, Anwärterin, der Sonderleiter und einige Zuschauer. Nach Erledigung der Formalitäten gab es eine sehr nette Begrüßung durch die Prüfungsleiterin, Marlen Meier und den Sonderleiter, Peter Tacke.

Gestartet wurde die JAS mit der Markierung auf dem Trainingsgelände der Bezirksgruppe. Man konnte gute Markier-Fähigkeiten bei allen zu prüfenden Hunden erkennen. Lediglich bei der Aufnahme und dem Tragen von Wild waren Unterschiede zu sehen.

Nach jedem Hund wurde die Aufgabe ausführlich von der Prüfungsleiterin Marlen Meier zusammen mit den beiden anderen Richtern, Irmelin Barckhausen und Michael Walther, besprochen und die Punkte vergeben.

Danach ging es mit den Autos ins Revier, wo zuerst die Verlorensuche im Wald abgehalten wurde. Ein anspruchsvolles Gelände erwartete unserer Retriever. Auch hier zeigten alle Hunde eine tolle Nasenarbeit. Anschließend folgte die Schleppenarbeit auf der Wiese mit Geländeübergängen.

Nach diesen drei zeitaufwendigen Aufgaben machten wir uns auf den Weg Richtung Hof des Revierinhabers. Hier erwarteten uns belegte Brötchen und Kuchen; eine wohlverdiente Stärkung für Richter und Hundeführer. Ganz lieben Dank an Hans-Dieter Dralle und Christian Henniges für die Bereitstellung des Reviers und seiner Scheune!

Für die nächste Aufgabe fuhren wir gut gelaunt wieder ins Revier. Auf einem großen Feld mit hohem Bewuchs wurde die Verlorensuche abgehalten. Viele Gerüche forderten wirklich den Einsatz der Nase. Gleichzeitig wurde hier auch die Schussfestigkeit getestet. Alle Hunde haben auch diese Aufgabe mit Bravour gemeistert.

Und schon kamen wir zum letzten Fach der Prüfung: Wasserarbeit. Auf der gegenüberliegenden Uferseite fiel ein Schuss und die Ente fiel ins Schilf. Die Hunde gingen mit Freude ins Wasser und schwammen zur anderen Uferseite, um die Ente zu apportieren. Auch bei dieser Aufgabe waren alle Prüflinge erfolgreich, sodass alle die JAS bestehen konnten.

Alle freuten sich riesig und wir fuhren entspannt nach Rothemühle ins Suchenlokal, wo ein leckeres Abendessen auf uns wartete.

Ganz lieben Dank an die drei Richter, die Richteranwärterin, den Sonderleiter Peter Tacke und der 1. Vorsitzenden Renate Hesse, und ein ganz besonderer Dank an den Revierinhaber, der jedes Jahr sein Gelände zur Verfügung stellt.

Fazit: Gut gefallen hat mir besonders, dass die Bewertung offen vor den Teilnehmern stattfindet.  Das ist wichtig, denn die Bewertung ist nicht immer intuitiv verständlich: Mehr Punkte sind nicht immer besser, bestimmte Anlagen können zu gering, aber auch zu stark ausgeprägt sein. Daher rate ich allen Hundeführern, sich nicht zu sehr auf die Zahlen zu fokussieren – viel hilfreicher sind die dahinter stehenden Worte, denn die JAS ist als Sichtung, nicht als Wertung konzipiert."

Silke Stanzel und Borby’s born to be wild Joy’s Fiene